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Die Al-Tabligh und Al-Daawa als "Sicherer Übergang" zum Tor der Gewalt

Samstag 31.März.2018 - 05:19
Die Referenz
Abdelhadi Rabiee
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 Die „Tabligh Organisation„  wird als eine Vereinigung gesehen, die vor allem predigen  und zum Guten einladen. Sie richtet ihre Einladung an alle Muslime und Nicht-Muslime in einer einfachen und leichten Methode; weit weg von Uneinigkeiten in Jurisprudenz, dem islamischen Recht und politischen Differenzen, wie ihre Anhänger über sich sagen.  Sie zielen in erster Linie darauf ab, - wie sie selbst kundgeben- die Menschen zum richtigen Islam einzuladen, ohne den Fokus auf die Veränderung der politischen Systeme und die Einrichtungen des sogenannten "Islamischen Staates" zu lenken. 


Die Gruppe ist bekannt und zählt 85 Millionen Mitglieder in der ganzen Welt. Die „Tabligh Organisation„ veranstaltetet  jährlich eine große Versammlung in Bangladesch, deren Besucher auf mehr als drei Millionen Menschen geschätzt wird. Damit zählt sie als die größte Versammlung von Muslimen in der Welt, nach dem Hadsch Saison.



Die Gruppe „Tabligh“ wird beschuldigt, sie sei die Basis für die Unterstützung fundamentaler Denkschulen, da manche ihrer Anhänger sich anderen islamischen Gruppen, wie die „Muslim-Bruderschaft“ oder „salafistischen Gruppen“  anschlossen. Die einen meinen, Wissenschaft und Lehre ist die beste Methode Gesellschaften zu verändern, andere, wie die „Salafi Jihad“, die Anfang der neunziger Jahre entstanden, sind der Ansicht, dass auch der Jihad eine Möglichkeit zur Veränderung ist.

 


Gegründet wurde die Tabligh- und die Da'wa Gruppe1920 von Muhammad Elias Kandlawi (1885 - 1944), der im indischen Dorf Kandahleh geboren wurde. Damit gilt sie als die älteste islamische Gruppe der Welt, die sich sogar vor derMuslim-Bruderschaft, die im Jahre 1928 gegründet wurde, etabliert hat. Das Hauptzentrum für die Tabligh in der ganzen Welt ist die Stadt Delhi in  Indien. Jedoch zog das Hauptquartier der Gruppe später nach Pakistan und Yusuf übernahm die Gruppe bis zu seinem Tod. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn Mohammed das Emirat (die Führung).

 


Die Gruppe verbreitete sich schnell in Indien und hat zwei Grundprinzipien zur ihrer Basis gemacht: Erstens diejenigen zu informieren, die von den Lehren des Islamsals Nicht-Muslime auf der Welt keine Kenntnis erhalten haben, um sie vom Islam zu überzeugen. Zweitens, um Muslime, die ihren Pflichten nicht nachkommen,  zumGebet anzuregen, weil das Gebet die wichtigste Säule des Islams ist.

 


Die Gruppe hatte ihren Einzug in Pakistan, Bangladesch und vielen Nachbarländer des indischen Subkontinent gefunden.



Die Tabligh-Gruppe verbreitete sich schließlich auch in den eigentlichen muslimischen Ländern. Der König von Saudi-Arabien Abdul Aziz Al-Saud (1876 -1953 AD) hat die Gruppe empfangen und  ihnen erlaubt, ihre Lehre zu verbreiten. Zudem fragte er  Scheich Mohammed bin Ibrahim Al-Sheikh (1893 m- 1969), Leiter der Beratungsangelegenheiten in Saudi-Arabien, ob er diese Gruppe unterstützen wolle.



Die Führer der Tablighi sind Anfang 1951 nach Ägypten und Nordafrika gegangen und breiteten sich  innerhalb der ägyptischen Gesellschaft aus, bis sie zur zweitgrößten islamische Gruppe nach den Salafi wurden. Allein in Ägypten hatten sie mehr als 250 Tausend Anhänger.



Ibrahim Ezzat war derjenige, der die Lehre der Tabligh-Gruppe in Ägypten übernommen und weitergeführt hat. Er war ein ägyptischer Prediger aus Oberägypten (1938-1983) und hat die Stadt „Tamouh“ in der Provinz Abu Al-Nimrus als Zentrum für ihren Sitz gewählt, die im ägyptischen Giza Gouvernement liegt,


„Izzat“ hatte eine salafistische Tendenz angenommen und somit hat die Tabligh-Gruppe in Ägypten die Prägung von  Ibrahim 
Izzat , die salafistisch ist.

 


"Ezzat"  Das Tor  zur Militanz

 

Die Mehrheit der Mitglieder der Dschihad-Gruppen wurden von der Denkweise und Lehren  „Izzats“ beeinflusst und schlossen sich dann islamisch militanten  Gruppen an. Dabei haben seine Gedichte, die von Dschihad-Gruppen gesungen wurden, einen offensichtlichen Einfluss. Die bekanntesten Gedichte sind „Gottes größtes Lob“ und  „Terror kommt den Schritten vor“, die als Lieder von dem syrischen Sänger „Abu Mazen“ und „Abu Ratib“ vorbereitet und gesungen wurden.

 


Die Tabligh Anhänger  auf der ganzen Welt ließen sich auch von den Sufi-Gruppen beeinflussen, wie von den Gischtiyya-Sufis, die in Indien, Pakistan, Bangladesch, Butan und Niyal sehr bekannt sind. Der Gründer dieser Sufi-Gruppe ist Ahmed Indal Al-Gischti, der „Die Sonne des Königtums Indien“ genannt wurde. Er wurde Jahre 537 AH in der Stadt Gischt in Khurasan, einer iranischen Provinzen geboren und  ist auch dort 633 AH gestorben. Die Tabligh berücksichtigen die Lehren der wichtigsten Mentoren der Sufi-Gruppen in ihren eigenen Predigten und Anweisungen. Manche Studien weisen daraufhin, dass sie viele ihrer Ideen von der Gruppe Al-Nour von Al-Noorsie, die in der Turkei vertreten ist, übernommen haben. Der Gründer der Al-Noor Tariqawar Said Al-Noorsie im Jahre (1896).



Ziel der Tabligh ist, die Muslime zu erreichen, die den Islam nicht praktizieren. Sie verwenden leichte Methoden, um die Menschen zu sich zu ziehen. Sie gehen in Cafés, vor den Kinos und in Clubs, um dort direkt mit den Muslimen zu sprechen. Sie praktizieren das „Itikaf“, den 3-tägigen Aufenthalt in den Moscheen für das Gottesgedenken einmal im Monat, in jedem Jahr damit 40 Tage und im ganzen Leben insgesamt vier Monate.


Die Gruppe arbeitet auf einer bestimmten Basis und Lehren, die zwar nicht in Büchern und Literatur festgehalten werden, aber durch Zusammenarbeit vertreten und mündlich weitergegeben werden. Diese beruhen auf den folgenden Grundlagen:



• Wenn sie in die Öffentlichkeit gehen, um zum Islam aufzurufen, wählen sie selbst  einen von ihnen zum Emir, weil sie keine hierarchische Strukturen haben.Sie sind alle im Rang gleich und keiner genießt spezielle Positionen. Diejenigen, die die Leute ansprechen, treten selbst dafür ein, ohne dass jemand sie dazu auffordert.


• Sie leben nicht in den Moscheen und gehen auch nicht als Gäste bei anderen Menschen ein, sondern sie nehmen sich selbst Kleinigkeiten zum Essen mit, wenig Geld, eine Unterlage zum Schlafen und leben so auf die einfachste Weise, ohne jemandem zur Last zu fallen. Sie leben enthaltsam und legen Wert darauf, Menschen zum  Islam zu rufen und ihr Interesse für ihre Predigten zu wecken. Sie nennen diesen Vorgehensweise „Bayahn“ Erklärung.

 


Zwei Seiten einer Medaille

 

Obwohl die Führer der Gruppe permanent die Gewaltlosigkeit fordern und die Nichtbeteiligung an den politischen Veränderungen wiederholen, erwies sich, dass viele von ihnen Beziehungen zu  Aktivistender Dschihadisten vor allem in Ägypten haben. Somit wurde diese Gruppe als „sichere Passage“ identifiziert, die den Jugendlichen den Übergang in islamische Bewegungen und  Organisationen erleichtern, die Gewalt anwenden. Während den erweiterten  der Ermordung des verstorbenen ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat, der in den Medien als „Plattform Unfall“ bekannt wurde, ließ sich feststellen, dass  viele der Mitglieder und Führer der "Jihad Organisation" früher  Anhänger der Tabilghi waren. Die Ermordung war 1981 während einer Militärparade am 6. Oktober, die in  Kairo Nasr City stattfand.  Einer der bekanntesten Personen unter die Jihadisten ist Aboud Al- Ramz, der früher ein Anhänger der Tablighi war.

 


Es wurde auch bewiesen, dass Ibrahim Ezzat den ägyptischen Dschihadist Mohamed Abdel Salam Faraj, der Autor von "die verlorene Pflicht" ist und der sich mit der Ermordung des verstorbenen Präsidenten Anwar Sadat beschäftigte, angedeutet hat, dass er an die Organisation des Dschihads glaubt. Aber aus vielen Gründen konnte Ezzat der Organisation nicht beitreten. Er sagte aber, dass er für die Organisation des Dschihad organisiert, indem erheimlich Mitglieder rekrutiert, die in den Reihen der Organisation des Dschihad arbeiten. Den Erzählungen nach sagte er: "Ich bringe euch Menschen von der Straße in die Moschee und ihr übernehmt  den Rest."

 


Al-Teblighi wa al-Daawa ist als große Organisation, die sie mal war, schon lange aus Ägypten bzw. aus der Welt verschwunden, aber sie kämpft ums Überleben. Sie ist wieder öffentlich zu sehen und ihre Mitglieder waren Ende 2017 wieder vor den Kinos in der Innenstadt von Kairo und auf der ägyptischen Straße aktiv. Der ägyptische nationale Sicherheitssektor lädt ihre Führer zum Verhör vor und Sicherheitskräfte untersuchen den Zustand der Gruppe, bevor sie wieder ihre Lehren verbreiten, ohne ihr eigentliches  Wesen und Vorhaben zu erkennen.

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