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Abdel Rahim Ali führt ein Dialog mit George Malbrunot, Autor von „Katar Papers“

Dienstag 09.April.2019 - 08:18
Die Referenz
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Malbrunot enthüllt im ersten Dialog wichtigeGeheimnisse des Buches und wie er dieDokumente von "Qatar Papers" erhielt

 

Was hat ihn überrascht? Und wie die katarische Finanzierung auf 80% von Europa verteilt wurde?

 

Was die französischen Behörden tun werden und was Macron zu Tamim sagte?

 

Es enthüllt auch einen neuen Dokumentarfilm über Katar im September

 

 

 

Ich habe eine besondere Freundschaft mit dem berühmten Journalist George Malbrunot und dem Korrespondenten von Radio France International, Christian Chino, seit ich inFrankreich gelandet bin und ein Forschungszentrum in Paris gegründet habe.Ich kenne sie seit zwei Jahren. Malbrunot hatte zwei Diskussionen mit mir geführt und er besuchte eine Reihe von Seminaren, die ich geleitete hatte, sowie mehrere Artikel in der Zeitschrift des Zentrums in Paris veröffentlicht.

 

Ich lud ihn ein, Kairo zu besuchen, um die vorangegangenen Präsidentschaftswahlen zu verfolgen, und blieb mehr als zwei Wochen in Kairo.

 

Er ist ein fleißiger Journalist, der die Widersprüche liebte, wir haben uns sehr oft getroffen und einander zugehört, und plötzlich sind MalbrunotChino verschwunden, ein Jahr später erscheinen sie mit diesem Buch.

 

Als ich ihn fragte, warum er in der vergangenen Zeit nicht erschienen war, zeigte er auf das Buch, das er in den Händen trug und das er mir verschenkte.

 

Dann war das ein Dialog.

 


Abdel Rahim Ali führt

F: Dies ist dein drittes Buch. Bist du gerade über Katar zu einem Schreibspezialisten geworden?

 

Im Gegenteil, ich habe ein Buch im Jahr 2013 mit meinem Kollegen Christian Chino über den Staat Katar mit dem Titel "Katar: Geheimnisse des gepanzerten Tresoresdarüber veröffentlicht, wie sich Katar von einem kleinen Land aus Fischern zu einem reichen Land entwickelte. Dann veröffentlichten wir das zweite Buch mit dem Titel "Princes ...unsere liebe Freunde" nicht nur über Katar, sondern auch über den Golf im Allgemeinen und die Beziehungen einiger Prinzen zu den Islamisten. Am Ende kamen wir zum Buch „Katar-Charity.“

 

Wir haben uns mit dem dritten Buch über Katar-Charity beschäftigt, einer in Europa tätigen Nichtregierungsorganisation, und wir verfolgen ihre Aktivitäten zur Finanzierung religiöser Institutionen in Europa.

 

F: Denken Sie, dass Katars Versuche, europäische Gesellschaften eine bestimmte Ideologie zu zwingen und zu versuchen, in die Angelegenheiten dieser Gesellschaften einzugreifen und extreme Organisationen zu unterstützen, für dieses kleine Emirat ein Erfolg ist?

 

Nein, ich habe es nicht so gemeint: Eine Erfolgsgeschichte ist der Unterschied zwischen dem, was Katar seit 40 Jahren ist, und Heute, sowie Dubai, das ist eine Erfolgsgeschichte. Übrigens ist die gesamte Finanzierung Katars durch die Katar-Charitylegal, aber die Gefahr besteht darin, dass es ein wenig versteckt ist und es viele Verdächtigungen gibt. Wir haben insbesondere an diesem Thema gearbeitet, aber wir haben keine früheren Positionen gegen Katar oder anderen Ländern.

 

F: Seit wann arbeitet ihr an diesem Buch?

 

Die Arbeit an diesem Buch hat zwei volle Jahre gedauert. Ein Jahr, um die Dokumente zu übersetzen, und ein Jahr, zu forschenwo wir in dieser Zeit nach Lille und Mülhausen gingen und in die Städte, in den Katar-Charityinvestierte. Wir waren auch in der Schweiz, inGroßbritannien, Deutschland, in den Kosovo und auch in Katar. Parallel zum Buch haben wir einen Dokumentarfilm vorbereitet, der im September auf mehreren europäischen und arabischen Kanälen ausgestrahlt wird, es war eine große Felduntersuchung. Wir mussten die Informationen, die wir erhalten hatten, sicherstellen und analysieren und auch diese Beamten mit der Doppelsprache, die sie ins Licht bringen. Wenn wir die Moscheebesucherfragen, wer Ihre Moschee finanziert? Sagtensie, sie hatten kein Geld von Niemandenbekommen, also dann zeigten wir ihnen die Dokumente, die wir erhielten, und mussten schließlich zugeben, dass sie Geld aus dem Ausland erhielten, insbesondere von der Katar-Charity.

 


 
Abdel Rahim Ali führt

F: Gibt es eine Beziehung zwischen dem Buch und dem Dokumentarfilm oder jeweils getrennt?

 

Das Gleiche, der Dokumentarfilm ist die visuelle Version des Buches, natürlich gibt es einige Unterschiede, basiert aber auf denselben Informationen.

 

F: Wann wird der Dokumentarfilm ausgestrahlt?

 

Ab Juni bis September auf RT-Kanal

 

F: Ich bin Journalist, und ich weiß, dass meine Frage schwierig sein wird, weil ich sie schon oft erlebt habe, aber am Ende möchte ich sie gerne fragen und ich weiß fast, wie sie sie beantwortet werden. Wie haben Sie diese Dokumente erhalten?

 

Eine anonyme Person schickte uns einen Brief per Post und einen USB-Stick, das mit einem von erkannten Passwort verschlüsselt war, und bat uns, diese Informationen nützlich zu machen, und dies war die Dokumentation, an der wir gearbeitet haben.

 

F: Wann wurde dieser Brief genau verschickt?

 

Ende 2016

 

F: In Ihrem Buch ist auch die versteckte Finanzierung einiger Aktivitäten der Internationalen Organisation der Muslimbruderschaft enthalten, besteht eine Gefahr für Europa und was sollten der französische Staat und die europäischen Länder tun?

 Vielleicht besteht bisher kein großes Risiko, aber unser Buch ist eine Warnung, weil mittelfristig eine Gefahr besteht. Wir waren überrascht über die Breite des katarischen Finanznetzwerks auf 15 Länder in Europa, 140 Projekte und Investitionen in Höhe von 70 bis 80 Millionen Euro. Wir waren auch überrascht von der Art der Projekte, die zum Teil komischwaren, wie der Umbau einer Kirche in eine Moschee und die Errichtung eines islamischen Zentrums in der Stadt Jersey, in der nur 400 Muslime leben. Interessant war auch die Korrespondenz zwischen der Qatar-Charityund den Empfängern der Finanzierung, denn Katar-Charity setzt auch Bedingungen und Ziele, sie sagen zum Beispiel, wir wollen den islamischen Geist der muslimischen Gemeinschaften in Europa wiederbeleben. Wir möchten die Dawaa fördern. Wir möchten die Bildung unterstützen und Schulen bauen usw.

 

Es war spannend, weil wir gerade dabei waren, die wahren Wünsche und Ziele von Katar-Charity zu entdecken, und diese Wünsche sollten nicht öffentlich sein.

 


 
Abdel Rahim Ali führt

F: Denken Sie, das Ziel ist es, diese Gesellschaften zu islamisieren oder die Brüderschaft da zu verstärken?

 

Wir haben festgestellt, dass 90 Prozent der Hilfe von Katar an Vereinigungen in der Nähe der internationalen Organisation der Muslimbruderschaft gehen. Wir gingen zu den Offizieren hier in Frankreich und fragten sie: Was ist das Ziel von Katar dahinter?

Das Ziel von Katar ist es, Einfluss auf den islamischen Markt in Europa zu nehmen, ebenso wie Marokko und Algerien, die in diesem Thema eine historische Rolle gespielt haben, jetzt haben wir auch die Türkei und Katar.

 

Katar-Charity zielt darauf ab, den islamischen Geist der muslimischen Gemeinschaften wiederzubeleben und die islamische Dawaaund Erziehung durch die Unterstützung einiger Schulen zu bekräftigen, das ist sehr klar, denn dies sind die Ziele der Organisation, die in den von uns erhaltenen Dokumenten erwähnt wird.

 

Wir müssen es auch erwähnen, dass die Muslimbruderschaft in Frankreich die Macht niemals übernehmen wird, denn ihre Zahl überschreitet nicht tausend Menschen. Diese Finanzierung stellt keine Bedrohung für den Terrorismus dar, aber die Gefahr liegt in der Tatsache, dass diese Verbände, die diese Finanzierung erhalten, und die der gemäßigte Islam übernehmen, wie sie behaupten, der von Yusuf al-Qaradawi, Tariq Ramadan und Sayyid Qutb gepredigt wird, ihr Ziel ist es jedoch, die französischen Gesetze an die Grundsätze des politischen Islam anzupassen.Beispiele sind die VersucheKopftuchverbot aufzuheben und unterschiedliche Termine für Jungen und Mädchen in Schwimmbädern usw. zu erhalten.

 

Eine Sache, die sich während der Untersuchung immer wiederholt hat, ist, dass diese Hilfe auf den Bau islamischer Zentren abzielt. Diese Zentren können als Moscheen zum Leben bezeichnet werden. Es gibt einen Gebetsraum für Männer und einen weiteren Saal für Frauen, es gibt Klassen, in denen der Koran und die arabische Sprache unterrichtet werden. Es gibt auch ein Handelszentrum, einen Pool und manchmal einen Raum für Leichen. Das ist der Islam von Geburt an bis zum Tod, der von der Muslimbruderschaft unterstützt wird.

 

F: Gibt es auch die Bücher von Sayyid Qutbund Hasan al-Banna?

 

In den Bibliotheken dieser islamischen Zentren haben wir bereits Bücher von Yusuf al-Qaradawi und Sayyid Qutb gefunden.

 

F: Denken Sie nicht, dass die Aussage, dass Europa eine ungläubige Gesellschaft ist und junge Menschen mit Informationen und Konzepten, wie die Bücher von Sayyid QutbInitiiereneine Einladung für den Aufbau terroristischer Gruppen und einen Aufruf zum Terrorismus ist?

 

Es ist keine Einladung zum Terrorismus, weil der französische Geheimdienst uns gesagt hat, dass die Zuständigen dieser Moscheen die Rollen des Innenministeriums spielen, denn sie sagen dem Ministerium, falls sie verdächtigen Personen finden, aber es ist leicht, von der Ideologie der Muslimbruderschaft zur dschihadistischenIdeologie überzugehen. Es kam vor, dass zwei Menschen diese Moscheen besuchten und dann in didschihadistische Ideologie geraten. Es ist jedoch keine direkte Finanzierung des Terrorismus.

 


 
Abdel Rahim Ali führt

F: Wussten Sie als französischer Journalist, wie viele Terroristen diese Zentren verlassen und Bombenanschläge in Frankreich und Europa durchgeführt haben?

 

Ich weiß es nicht und das ist nicht der Zweck des Buches.

 

F: Wir sprechen über den Zweck des Buches. Wir sprechen hier von einem Zentrum oder einer Schule, in der Terroristen aufgrund von Sayyid Qutbs Lehren manchmal terroristische Handlungen begehen. Wie können wir das mit Terrorismus verbinden?

 

Dies ist nicht das Thema des Buches

 

F: Was sind die wichtigsten Informationen, die Sie während Ihrer Arbeit in diesem Buch überrascht haben?

 

Wie ich Ihnen sagte, die große der Finanzierung. Es gibt 140 Projekte und den Umbau einer Moschee in eine Kirche in Alta im Nordpol. Wir wundern uns darüber, auch in Jersey gibt es nur 400 Muslime, weshalb ein tolles Zentrum gebaut wird. Eine weitere Überraschung für uns war, dass es in Lille eine private Schule mit dem Namen Ibn Rushod-Schule gab, die von Katar-Charity mitMillionen Euro finanzierte, und einmal wollten sie die Schule kaufen, einer der Schularbeiter erzählte es uns. Sie haben viel Geld in diese Schule gesteckt, also wieso sollen sie sie nicht kaufen. Die Höhe der Finanzierung und die strenge Regulierung werfen also Fragen auf, was bedeutet, dass eseine gute Organisation gibt.

 

F: Haben Sie andere Projekte als dieses Buch und diesen Film?

 

Ja, aber ich möchte mich erstmal ausruhen.

 

F: Gibt es einen Journalisten, der über Ruhe nachdenkt? Kein Journalist sucht sowas?

 

Festzuhalten ist, dass 2010 und 2011 gepredigt wurde, aber ab 2017 mit dem Boykott von Ägypten, Saudi-Arabien, Emiraten und Bahrain gegen Katar zwingt Katar-Charity zur Reduzierung ihrer Investitionen. Präsident Macron auch sagte den Kataris, dass sie die Finanzierung beenden sollten. Als Prinz Tamim den Präsident Macron zu Glückwünschen anrief, erklärte Macron, er sei bereit, eine wirtschaftliche Partnerschaft mit Katar anzufangenaber er will nicht dieseFinanzierung durch Verbände, die in Frankreich nicht beobachtet werden, und ichdenke, dass die Katarer seit 2017 viele Anstrengungen unternommen haben.

 

Sie haben ein Gesetz verabschiedet, das den Finanzierungsprozess regelt. Verbände, die die Gelder senden, können nicht alleine handeln und müssen vom Roten Halbmond und dem Außenministerium von Katar genehmigt werden. Nach Angaben der französischen Behörden hat Katar seit 2017 große Anstrengungen unternommen, der politische Druck auf das Katar-Regime muss jedoch fortgesetzt werden.

 

F: Der Schweizer Journalist in der Zeitschrift Le Journal "Jan Hamel" veröffentlichte einen erschreckenden Bericht über die Versuche Katars, Alternativen zu finden, um die Muslimbruderschaft zu finanzieren und in die Angelegenheiten der europäischen Länder einzugreifen, er erwähnte die Geschichte von Ali bin Fettis al-Mari und seine Bemühungen in Frankreich. Wie siehst du das?

 

Wir haben darüber nicht in unserem Buch geschrieben. Wir haben dazu keine Informationen.

 


Abdel Rahim Ali führt

F: Aber Sie sind ein großer französischer Journalist und verfolgen die Ereignisse

 

Ja, aber ich muss es überprüfen.

 

F: Denken Sie, dass das Boykott gegen Katar und die Rede von Präsident Macron die illegale Finanzierung einschränken wird, oder werden die Kataris weiterhin die Aktivitäten der Bruderschaft in Europa und Frankreich finanzieren?

 

Sie haben bereits begonnen, diese Finanzierungen einzuschränken, denn als wir zu Katar-Charity gingen, wurde uns mitgeteilt, dass die Organisation einige Probleme hatteund nicht wie bisher finanzieren konnte. Sie schlossen beispielsweise ihr Londoner Büro, eröffneten jedoch ein weiteres Büro im Namen des Neckar Trust, sie stehen unter Druck und werden die Hilfe jedoch vollständig einzustellen.

 

Dieses Buch zeigt mir die Absurdität der Situation in Frankreich. Es gibt eine französisch-muslimische Gemeinde, die in armen Gegenden leben, genannt werden sie als Höhlen der Muslime, sie bekommen kein Geld vom Staat. Angenommen, jemand möchte eine Moschee errichten, diese Person sammelt Zakat, und das gesammelte Geld reicht nicht ausdann erscheint einen der wohlhabendsten in Saudi-Arabien oder das Zakat-Haus in Kuwait oder die katarischen Finanziers, alldasist legal, wir müssen es stoppen, deswegen will Macron also die Finanzierung aus dem Ausland stoppen und sehen, woher das Geld kommt. Er möchte eine interne und persönliche Finanzierung haben, die es den Muslimen Frankreichs erlaubt, anständige Moscheen zu bauen.

 

F: Haben Sie von der französischen Regierung oder der Regierung von Katar irgendwelche Reaktionen auf dieses Buch erhalten?

 

Ja, es gab Reaktionen auf Twitter, vor allem als wir das Gehalt von Tariq Ramadan aus Katar ankündigten, was die sozialen Netzwerke stark beeinflusste.

 

Danke, George, viel Glück und wir freuen unsauf den Dokumentarfilm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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