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Joachim Veliocas
Joachim Veliocas

Die Freunde der Muslimbrüderschaft stecken hinter der großen Moschee von Metz

Donnerstag 08.August.2019 - 03:30
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Die Union der muslimischen Kultur- und Religionsverbände in Metz hat seinen Wettbewerbgewonnen. Er wird endlich in der Lage sein, das Projekt des Baus der "Großen Moschee" vollenden und das auf einem gemeindeeigenen Grundstück mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern, das nur 15 Euro pro Jahr kostet. Der sozialistische Bürgermeister Dominique Gros hatte der Union im Jahr 2013 versprochen das Grundstück zu vermieten. Damals wurde er von der Union für Volksbewegung unterstützt. Dominique Gros hielt sein Versprechen und gab der Union dieses riesige Geschenk. Außerdem gewährte die Gemeinde dem Verband eine Sonderfreistellung in Bezug auf das Minarett der Moschee, das 35 Meter hoch sein wird, obwohl die Gesetze der Stadt nicht mehr als 17 Meter zulassen.Dank nicht identifizierter ausländischer Spender wurde ein riesiges Budget für den Bau der Moschee in Höhe von 15 Millionen Euro aufgestellt. Hinzu kommen die jährlichen Betriebskosten von 1,5 Millionen Euro.

Die Zeitung Le Republicain sprach in ihrer Auflage vom 10 Februar 2018 über das Projekt und sagte: Das Projekt gliedert sich in drei Hauptteile, nämlich den Teil über den Gottesdienst und seine Nebengebäude, einschließlich des großen Gebetsraums, des Unterrichtsteils und umfasst ein Klassenzimmer und einen Schulungsraum (der 350 Schüler aufnehmen kann),sowie Räume für arabische Sprachkurse und andere Klassen für Nachhilfe oder Kalligraphie. Eine Bibliothek und ein Museum sind ebenfalls vorhanden. Schließlich kommt der Servicebereich, er umfasst ein Restaurant und ein Bad. Raymond Beller, Präsident der Union sagt: "Ziel der letzten beiden Teile ist es, das Projekt zu finanzierenWir wollen verschiedene religiöse Konferenzen, Feste und Seminare organisieren. Zum Beispiel haben wir, wie alle Religionen, Antworten auf einige gesellschaftliche Fragen. Wir können Forscher in allen Bereichen einschalten, um den Dialog zu erleichtern, Fehlinformationen zu korrigieren und Aufschluss über Informationen zu geben."

Die Union der muslimischen Kultur- und Religionsverbände Metz wurde eigens für das Projekt Der Großen Moschee gegründet und umfasst fünf islamische Vereinigungen, darunter zwei türkische Verbände. Einer von ihnen gehört dem Ministerium für Islamische Angelegenheiten der Türkei. Das ist die türkisch-französische Freundschaftsvereinigung, und die andere, die Milli Görüs Vereinigungsie gilt als Partner der Muslimbruderschaft auf der internationalen Bühne, und setzt sich auch für die Wiederbelebung des islamischen Kalifats ein.

Haidar Shahin von der Türkisch-Französischen Freundschaftsvereinigung betont die symbolische Dimension dieses Projekts: "Es muss ein schöner, zugänglicher Ort sein, nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Die Moschee muss von der Autobahn aus sichtbar sein. Das gibt ein schönes Bild von Metz und ganz Europa."

Im Februar 2009 befragte die Zeitung Le RepublicainLorrain die Führer der verschiedenen an dem Projekt beteiligten Verbände, jenem Projekt, das bald entstehen wird. Mohamed Kaddouri von der Clemens-Vereinigung sagte, dass er nach einem Imam aus demImam-Institut der Union islamischer Organisationen in Frankreich sucht. Dieses Institut in Château-Chinon ist das Hauptzentrum der Muslimbruderschaft in Europa.  Kaddouri sagt: "Wir wollen eine große Moschee und einen schönen Platz mit mindestens 1.000 Quadratmetern Fläche. Wir wollen ein Halal-Restaurant und eine Bibliothek. Die Moschee sollte nicht weit entfernt sein. Die Stadtverwaltung kann den Ort wählen. Wir unterstützen die Idee, dass der Imam aus Château-Chinon oder aus Paris kommt."

Der Imam der Moschee, Mohamed Hisham Jaudat, organisiert seine Seminare in einer Moschee derMuslime Frankreichs (früher Union der islamischen Organisationen) bis zum Abschluss der Arbeiten in der Metz-Moschee. Er will das Elsass-Mosel-Abkommen auf den Islam ausdehnen, damit Muslime die gleichen Vorteile wie andere Glaubensrichtungen erhalten, einschließlich des Islamunterrichts an öffentlichen Schulen, der Verwendung öffentlicher Mittel für den Bau von Moscheen und der Zahlung der Gehälter von Imamen. Mohamed Hisham Jaudat gründete den Lorient Rat für Imame und Prediger. Der Rat organisiert Seminare für die Muslimbruderschaft-Anhänger Ahmed Miktar von der Villeneuve-d´ascq-Moschee und Ezzedine Jassi aus Villeurbanne.

Die Verbindungen zwischen der Muslimbruderschaft und der Union der muslimischen Vereinigungen von Metz sind so eng, dass letztere einen Bereich in der jährlichen Bourget-Messe bekommen hatte, die von der Union islamischer Organisationen in Frankreich organisiert wurde. Wir besuchten diese Messe undfilmten die Dschihad-Literatur der Muslimbruderschaft.

Die Union der Muslime in Metz beteiligt sich auch aktiv am regionalen Zweig dieser islamischen Messe inMüllhouse, wie am 26. November 2017, wo die zwei Mitglieder der Muslimbrüder Ahmed Jabala und Hassan Iquioussen zu den Rednern gehörten. Letzteres erschien im April 2019 auf der Facebook-Seite der Metz-Moschee. Auf einer Konferenz am 14. Januar 2013 in der St. Denis Moschee in Reunion, gestreamtauf Dailymotion über die Beteiligung der Muslime an der Gesellschaft, sprach Iquioussen über die verschiedenen Schlachten, die angegangen werden müssen. Er sagte: "Was ist der höchste Status im Islam? Es ist der Status des Dschihad. Imam Ibn al-Qayyim erklärte uns, wie der Dschihad im Islam ist, und sagte, dass es 13 Stufen vom Dschihad gibt:Dschihad gegen sich selbst, Dschihad gegen Aberglaube , Dschihad gegen Anbetung  der Abgötter, Dschihad gegen den Bösen, Dschihad gegen Heuchler und in der dreizehnten Stufe der bewaffnete Dschihad gegen den äußeren Feind (...) Das Leben eines Muslims ist ein ständiger Dschihad, um die Nächstenliebe zu fördern und Barmherzigkeit zu verbreiten und Ungerechtigkeit vor Ort zu bekämpfen, der Muslim muss agieren und nicht reagieren. Wenn der Feind das Schlachtfeld wählt, verliert man es (...) wir müssen die Strategie des Satans vereiteln. "

Diese Klassifizierung der Arten des Dschihad stammt vom Imam Ibn al-Qayyim al-Jawziya (1292-1350) und beinhaltet den bewaffneten Dschihad. Ibn al-Qayyimsagt:  " Es gibt vier Arten von Dschihad: Dschihad gegen sich selbst, Dschihad gegen Satan, Dschihad gegen Anbetung der Abgötter, Dschihad gegen den Bösen, Dschihad gegen Ungläubige und Heuchler"Diese Passage stammt aus seinem Buch "Arten des Dschihad", einer der bekannten Referenzen in der Islamwissenschaft. Ibn al-Qayyim war ein Schüler von Ibn Taymiyyah (1263–1328), einem der am meisten verehrten Gelehrten unserer Zeit. Ibn al-Qayyim weist darauf hin, dass der Kampf gegen Ungläubige meistens mit Worten ist, während der Krieg gegen Ungläubige mit Händen zu führen ist."

Auf einer weiteren Konferenz zur Geschichte des Osmanischen Reiches im Januar 2013 begrüßte Iquioussen die islamischen Revolutionen, die die Muslimbruderschaft in Tunesien und Ägypten an die Macht brachten. Er sagte, dass der Versuch, ein islamisches politisches System abseits des europäischen Säkularismus zu etablieren, eine Pflicht aller Muslime ist. Iquioussen glaubt daran, dass die Machtergreifung durch islamistische Parteieneine Voraussetzung für das Erreichen des neuen Kalifats ist. Er sagte: "Die fünfte Stufe ist die Rückkehr des Kalifats. Der Prophet Mohammed erklärte, dass nach dieser Periode, die eine der dunkelsten Perioden in der Geschichte des Islam ist, eine Übergangszeit kommt.Damit meint er die Zeitin der wir jetzt leben." Wir haben gesehen, was in muslimischen Ländern passiert ist. Es gibt viele Revolutionen und Aufstände. Diese Revolutionen spiegeln die Nostalgie der Muslime für ihre Vergangenheit wider. Zu einer der besten Zeiten bauten wir eine wunderbare Zivilisation auf, die es allen Gemeinschaften in diesem geographischen Raum ermöglichte, in einer Atmosphäre der Zuneigung zu leben." Iquioussen nannte dann ein Beispiel für Ägyptens neue islamische Verfassung, die ein separates Justizsystem für Kopten vorsah. Iquioussen erklärte weiterhin seine Strategie für die Rückkehr des Kalifats und sagte, dass islamische Gelehrte eine Rolle bei der Rückkehr von Muslimen zum Islam und der Wiederbelebung dieser politischen Einheit (Kalifat) und eines der Ziele spielen werden, die es Muslimen ermöglichen, ihren Glauben in allen wirtschaftlichen, politischen und anderen Bereichen zu leben.Iquioussen führte weiter: "Das Kalifat kommt also zurück, es wird einige Zeit dauern, aber es gibt einen Anfang für allesSchauen Sie sich die Revolutionen an, wir haben die Diktatoren, die alle säkular und islamfeindlich warenbeseitigt." In Anspielung auf Muammar Al-Gaddafi, Hosni Mubarak und Baschar al-Assad, die Iquioussen als oberflächliche und heuchlerische Muslime bezeichnete. Er sagte: Das Kalifat wird zurückkehren, und die islamischen Staaten werden von der Tyrannei und dann von der westlichen Vormundschaft befreit, weil der neue Kolonialismus immer noch existiert. Dann werden sich die Muslime vereinen und zum Kalifat zurückkehren. Der Prophet Muhammed sagt, dass ein Muslim, der stirbt, ohne dem Kalifen die Treue zu schwören, aufgrund von Heuchelei stirbt, was bedeutet, dass alle Muslime Anstrengungen unternehmen müssen, um das Ziel zu erreichen, unter islamischer politischer Macht zu leben, das ihnen ermöglicht, ihre Religion auszuüben. Auf einer anderen Konferenz verteidigte Iquioussen Hassan al-Banna (1906-1949), Gründer der Muslimbruderschaft, und Yusuf al-QaradawTheoretiker der Gruppe. Einer der Teilnehmer fragte ihn: Gibt es keine Warnungen von Hassan al-Bannaund Yusuf al-Qaradawi und ihrer Politik innerhalb der Muslimbruderschaft?

Iquioussen antwortete: "Natürlich gibt es Warnungen vor ihnen durch Satane, denn der Satan unterstützt keine Gelehrten, die Gott fürchten. (...). Heuchler und Feinde des Islam unterstützen sie nicht und bekämpfen sie. Der Beweis dafür ist die Ermordung von Hassan al-Banna. Wer hat Hassan al-Banna getötet? Amerikaner, Franzosen, Engländer und Israelis. Sie trafen sich auf einer Insel in Nordägypten und planten seine Ermordung."

Diese Erklärung zielt darauf ab, ein Gefühl der Rache gegen Frankreich zu schaffen. Zu dieser Zeit, im Jahr 1949, war König Farouk sicherlich in den Händen der Engländer, und es wurde auf Beteiligung der Polizei an der Ermordung von Hassan al-Banna hingewiesen, aber es gibt keinen einzigen Historiker, der behauptet, dass Frankreich in einer Verschwörung verwickelt war, um den Gründer der Muslimbruderschaft zu töten.

Iquioussen unterstützt sicherlich die Muslimbruderschaft, denn er bezeichnete Yusuf al-Qaradawi als "den Papst des Islam", weil er ein Gelehrter seider die Unterstützung der die Zustimmung der Mehrheit der muslimischen Gelehrten genießt.

Um die Diskussion über diesen geschätzten Islamisten in Metz zu beenden, wollen wir sehen, was er über den Völkermord an den Armeniern gesagt hat. Auf einer Konferenz im Oktober 2013 in der Großen Moschee in Dünkirchen bestritt Iquioussen die Existenz des Völkermords an den Armeniern und sagte: " Es gibt 500.000 Armenier, die den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy unter Druck gesetzt haben, ein Gesetz zu verabschieden, das Türken für eine Sünde verurteilt, die sie nicht begangen haben: den genannten Völkermord an Armeniern. Wir sind uns darüber einig, dass das Gesetz nicht verabschiedet worden ist, also kann ich jetzt sagen, dass es so etwas wie Völkermord an Armeniern nicht gibt. Wenn das Gesetz verabschiedet worden wäre, hätte ich meinen Mund gehalten. Richtig oder falsch? Wäre das Gesetz verabschiedet worden, hätte ich nicht sagen können, dass es den Völkermord an den Armeniern nicht gab, weil das Gesetz mich verurteilt hätte. Schauen Sie, ich sage, dass es keinen Völkermord an den Armeniern gab, und ich habe historische Beweise dafür, dass es keinen Völkermord gibt."

Aus all diesen Gründen sehen wir, dass das Projekt zum Bau der Großen Moschee von Metz, das mit der Muslimbruderschaft vereinbar ist, eine Gefahr für die französische Gesellschaft darstellt.

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