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Nur wenige Schutzsuchende kommen nach Deutschland - Anteil der türkischen Asylbewerber gestiegen

Freitag 06.September.2019 - 03:26
Die Referenz
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Berlin (Hürr.) - 11.076 Erstanträge auf Asyl gab es in Deutschland in diesem August und 1696 Folgeanträge. Das bedeutet für das bisherige Kalenderjahr 2019 – von Januar bis August – dass 114.165 Menschen in Deutschland um Asyl ersucht haben. Von der Gesamtzahl waren 98.428 Erstanträge und 15.737 Folgeanträge. Das bedeutet für die ersten acht Monate des laufenden Kalenderjahres, dass die Asylanträge insgesamt im 13.360 oder 10,5 Prozent rückläufig waren.

Syrien bei den Asylanträgen vorne
Die Top 10 bei den Asylanträgen im August lauten wie folgt: Aus Syrien haben im August insgesamt 2927 Menschen um Asyl ersucht, aus der Türkei waren es 1306 Personen, aus dem Irak sind 1250 Asylanträge eingegangen, aus Afghanistan 999, aus dem Iran 806, Nigeria war mit 544 Anträgen vertreten, Somalia mit 352, die Russische Föderation rangiert auf dem achten Rang mit 351 Personen, ungeklärte Herkünfte gab es 342 und aus Eritrea stammten 297 Asylbewerber.

Auf das bisherige Kalenderjahr bezogen verschieben sich die Toppositionen leicht. Da führen Asylanträge aus Syrien mit 28.033, vor dem Irak mit 10.523 Anträgen und auf dem dritten Platz folgt Nigeria mit 8425 Asylanträgen. Asylanträge von Personen aus der Türkei nahmen im Jahresvergleich etwas zu. Wurden in den ersten acht Monaten 2018 noch 6796 Asylanträge aufgenommen, waren es 2019 mit 7610 fast 1000 mehr. Auf dem fünften Rang folgt Afghanistan mit 7393, aus dem Iran 6624, aus der Russischen Föderation 2936. Ungeklärter Herkunft waren 2844 Menschen, die Anträge stellten, auf dem neunten Platz liegt Somalia mit 2808 Asylanträgen und auf dem zehnten Platz befindet sich mit 2679 Fällen Georgien.

Fast 53.000 Fälle stehen noch zur Entscheidung an
Im Zuge der Meldung teilte das BAMF ebenso den Bearbeitungsstand an Asylanträgen für den August 2019 mit. So wurden 15.040 Anträge entschieden – im Juli waren es noch 16.814. Davon erhielten 3488 Menschen die Flüchtlingsrechtsstellung. 1770 Menschen wurde subsidiärer Schutz gewährt. Ablehnungen der Anträge gab es in 4076 Fällen. Hinfällige Asylanträge – durch Dublin-Verfahren oder durch Antragsrücknahme – machten 5294 Fälle aus. Damit stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch 52.976 Fälle aus, die entschieden werden müssen.

Auch die Jahreszahlen bei Entscheidungen wurden vom BAMF kommuniziert. Hier wurden bisher zwischen Januar und August 133.745 Anträge entschieden und somit rund 13,3 Prozent weniger, als dies im Vergleichszeitraum 2018 der Fall war. 32.032 Personen wurden als Flüchtlinge anerkannt und 13.628 Menschen erhielten subsidiären Schutz. 4280 Menschen wurde ein Abschiebeverbot bescheidet. Ablehnungen ihrer Asylanträge erhielten 39.789 Personen und es gab 44.016 Fälle, die sich anderweitig erledigt hatten – Dublin-Verfahren oder Antragsrücknahme.


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